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Vorwort:
"Musik als Hobby wirkt wie eine Impfung gegen Gewalt und Drogenmissbrauch bei Jugendlichen (…)", lautete kürzlich der Titel eines Artikels der NW.
Es zeigt sich immer deutlicher wie wichtig es ist, Jugendliche für bestimmte Bereiche zu begeistern und somit eine gewisse Immunität gegen die Einflüsse und Versuchungen des Schüleralltags zu schaffen.
Das Hauptaugenmerk sollte hier deutlich auf Begeisterung und Interesse gelegt werden, denn man kann sich denken, dass es nicht denselben Effekt erzielen wird wenn Jugendliche ohne Interesse zu einem Unterricht oder Training geschickt werden.
Konzept:
Das Konzept für meinen Gesangs- und Gitarrenunterricht habe ich über Jahre erprobt und immer etwas erweitert.
Es ist gleichermaßen einfach wie auch herausfordernd.
Der Schüler setzt sich seine Ziele selbst. Die meisten meiner Schüler arbeiten noch an ihrem Schulabschluss und sind somit täglich mit dem Prinzip "der Lehrer steckt die Ziele" konfrontiert. In meinem Unterricht ist der Schüler aufgefordert sich selbst zu überlegen welche Ziele er sich setzt. Diese grundsätzlichen Überlegungen werden in regelmäßigen Abständen besprochen und vom Schüler neu definiert.
Nach dem gleichen Prinzip ist jede der Unterrichtsstunden aufgebaut: Der Schüler bringt Ideen, Problemstellungen, Fragen,… mit und wir erarbeiten diese zusammen. In den ersten Unterrichtsstunden oder hat der Schüler mal keine Ideen erwäge ich was Nötig ist oder mache Vorschläge.
Diese Vorgehensweise ist zwar für mich um einiges anstrengender aber in gleicher Weise für den Schüler motivierender und bringt größere Fortschritte. Das hat meine Erfahrung deutlich gezeigt.
Was ist dabei mein Anspruch?
Auch wenn ich mich über besonders talentierte und motivierte Schüler freue und gerne Fortgeschrittene unterrichte, ist es nicht mein Ziel eine musikalische Elite auszubilden.
Mein Ziel ist vielmehr dass der Schüler einen Zugang zur Musik findet, ein Gefühl dafür bekommt, versteht statt lernt, spielt statt übt.
Auf diese Weise kann eine Spezialisierung und Perfektionierung der Fertigkeiten aus der Begeisterung und dem Wunsch mehr zu können resultieren, ohne dass ich als Lehrer in diese Richtung dränge.
Die besondere Herausforderung liegt für mich darin, dass auch ein zeitweise frustrierter Schüler nach der Unterrichtszeit den Übungsraum mit neuem Mut und neuer Begeisterung verlässt.